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Jenseits des iPads: Amazon investiert in den Kindle

Was als Nettigkeit gemeint gewesen sein mag, lässt sich durchaus auch als Überheblichkeit verstehen: Als Steve Jobs das iPad vorgestellt hat, ließ er es sich nicht nehmen, Amazon für die Vorarbeit und den Kindle zu danken, gerade so, als referiere ein Evolutionsforscher über den Quastenflosser: "We're gonna stand on their shoulders and go a bit further." Dabei will der Online-Buchhändler seinen E-Book-Reader durchaus selbst weiterentwickeln und hat dafür nicht nur eingekauft, sondern sucht nun auch 50 neue Entwickler.

Letzte Woche bereits hat der führende Online-Buchhändler die Firma Touchco aufgekauft und die Mitarbeiter in das Team integriert, das für die Entwicklung des Kindle verantwortlich zeichnet. Nun hat Amazon zudem rund 50 Stellenanzeigen veröffentlicht: Gesucht werden Mitarbeiter für die Entwicklung von Hardware, unter anderem ein "Hardware Display Manager", der sich mit dem LCD-Geschäft und den führenden Anbietern auf diesem Markt auskennt.

Bislang zeichnet sich der Kindle durch ein E-Ink-Display aus, das für eine gute Lesbarkeit bei langer Batterielaufzeit verspricht. Im Gegensatz zum kommenden iPad kann man mehrere Tage lang Bücher lesen, ohne an die Steckdose zu müssen. Die Entwicklung allerdings scheint in eine andere Richtung zu gehen: In Sachen Technik nähert sich Amazon Apples Tablet an, obwohl dies dem derzeitigen Verständnis eines E-Book-Readers keinesfalls entspricht. Ein Stellenanzeige deutet auf eine Anbindung ans WLAN hin, eine andere darauf, dass der Anbieter ein Software Development Kit für die Entwicklung von Kindle-Apps zur Verfügung stellen könnte.

Um sich nicht nur mit Apple, sondern auch mit klassischen E-Book-Readern messen zu können, müsste Amazon auf Dauer allerdings auch ein Gerät mit E-Ink-Display im Angebot behalten, meint AppleInsider und beruft sich auf Analysten. Aus eins mach zwei - das könnte manches Stellengesuch des Unternehmens erklären. Steve Jobs indes dürfte sich klar sein, dass die Vorherrschaft auf dem Segment der elektronischen Bücher alleine mit der Vorstellung des iPads nicht entschieden ist. In einem Urvieh wie dem Kindle steckt noch einiges an Potential - mit Amazon und damit einem Buchhändler mit Tradition im Rücken.


Externe Links

 

Ich hoffe nicht, dass sie jetzt mit dem iPad in Konkurrenz treten wollen! Da können sie nur verlieren. Außer sie überraschen uns alle und entwickeln auch ein so durchdachtes Konzept für Fingerbedienung wie Apple. Aber das halte ich eher für unwahrscheinlich.

Ich würde an Amazons Stelle lieber bei dem reinem Reader mit E-Ink bleiben, und diese Stärken weiter ausbauen.

dann muss das ding aber deutlich unter 100 dollar liegen um mithalten zu können! überlegt euch nur mal wieviele bücher ich für 259 bzw 489 dollar (aktueller kindle preis) kaufen kann! das ipad kostet zwar mit 499 dollar auch nicht gerade wenig, aber es will auch kein reiner ebook-reader sein.

Was für Stärken könnte amazon denn bei seinem Kindle weiter ausbauen. Eigentlich ist doch das Potenzial beim Kindle (Hardware -/ Softwaretechnisch) derzeit ausgereizt.

Sie müssen etwas anderes machen. Vielleicht ähnlich wie Apple, aber doch irgendwie anders - und vielleicht mit einer Linux-Distribution arbeiten und dieses auf Multi-Touch abstimmen (da ist man wenigstens am flexibelsten). Mit einen AppStore oder einer gänzlichen Neuentwicklung eines OS brauchen sie gar nicht erst anfangen. Wenn amazons - Entwicklerteam fertig ist, ist Apple schon mit dem iPad in der vierten Generation auf dem Markt.

Der Kindle ist einfach für das was er kann (reiner E-Book reader, schwarz/weiß) bei einem Preis von momentan $489.00 nicht wirklich mit dem iPad konkurrenzfähig. Aber wenn man fair bleibt, hinkt der Vergleich mit dem iPad sowieso. Der Kindle tut genau das wozu er konzipiert wurde, aber der Preis ist, seit dem aggresiv niedrigen preis des iPads, einfach mehr als zwei Drittel zu hoch.

 

Ohne deutsche Bücher kein Geschäft in Deutschland!
So einfach ist das. Wer als 1. massenhaft deutsche Bücher auf den Markt bringt, der macht das Rennen auf dem Buch-Reader Markt... Keines der Beiden Geräte nützt jemanden in diesem Segment ohne Content.
Und das Amazon versucht, Kindle Bücher in deutsch zu verkaufen, die schon längst kein Copyright mehr haben und bei Stanza kostenlos runter geladen werden können ist auch einfach nur lächerlich! Das Gutenberg Projekt hat all diese alten Bücher kostenlos im Netz.

Wenn ich mir vorstelle, wie lange es gedauert hat bis massenhaft Hörbücher auf den Markt gekommen sind. Aber die Herstellung von Hörbüchern erfordert einen hohen Aufwand.

Da aber heutzutage jedes Buch in elektronischer Form bei den Verlagen vorliegt. Ist es schon fast eine Unverschämtheit, diese den Verbrauchern nicht gegen entsprechendes Entgelt anzubieten. Was glauben eigentlich diese Verlage wer sie sind? Haben die das moralische Recht die Technik einfach zu ignorieren? Normalerweise gehört ein Gesetzt gemacht, dass zumindest zum selben Preis wie ein gedrucktes Werk heutzutage auch eine elektronische Fassung davon vertrieben werden müsste.

Mein Gott sind wir eine arme Welt... Technik die rasend schnell fortschreitet und Köpfe in Führungspositionen die keine Ahnung mehr von der Technik haben die sie umgibt...

 

Ich bin mit dem Kindle jetzt seit September 09 mehr als zufrieden. Es lassen sich auch deutsche eBooks finden, dann habe ich das Gutenberg Projekt auf DVD - das reicht mir erst mal aus.

Ich bin gespannt, ob Amazon es hinbekommt, deutsche eBooks zu vertreiben ...

 

Amazon sollte seine Kindl-Software für das iPhone von etwas verbessern und für das iPad anpassen, und dann dürften eigentlich alle zufrieden sein. Vielleicht stellt Amazon bei entsprechendem Erfolg vom iPad sein Kindl auch über kurz oder lang ein, denn letztlich ist das Kerngeschäft das Vertreiben von Inhalten, und nicht von der Entwicklung und dem Vertrieb von Hardware.

 

Ich kann mir nicht vorstellen, längere Zeit mit einem aktiven Display ein Buch zu lesen. Auch ist das iPad dafür zu groß und zu schwer. Als "Notlösung" im Zug oder auf Reisen und zum Ansehen von Magazininhalten werde ich das iPad verwenden, zu Hause bleib ich beim Kindle.

PS: Der normale Kindle, den die meisten Leute ja als eReader verwenden, kostet keine $489,-

 

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