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Kabelsalat im iMac: Welche Festplatte passt, ist Zufall

Der Festplattentausch gestaltet sich bei den neuen iMac-Modellen schwieriger als bei deren Vorgängern: Um eine neue Platte mit dem Computer zu verbinden, muss der Anwender eine Schnittstelle verwenden, die bei sich von Festplattenhersteller zu -hersteller unterscheidet. Drei Firmen, drei Buchsen - einem iMac liegt aber immer nur ein Stecker bei.

In aktuellen iMac stecken derzeit Festplatten der Zulieferer Seagte, Western Digital und Hitachi. Was für eine in seinem Geräte verbaut ist, kann der Anwender vor dem Kauf in der Regel nicht feststellen - das Zufallsprinzip entscheidet damit auch, was für ein Stecker sich mit der Platte verbindet. Will er die Festplatte austauschen, bleibt ihm derzeit deshalb nur eine Lösung: Er ersetzt sie durch ein Modell des gleichen Herstellers. Oder er schaut bei MacBidouille vorbei und baut das fehlende Kabel nach. Wenn man den Steckplatz nämlich nicht mit dem Mainboard verbindet, schlägt der iMac Alarm und lässt den Lüfter, der für die Festplattenkühlung verantwortlich ist, ununterbrochen auf Hochtouren laufen.

Grund für die eingeschränkte Wahl ist die Entscheidung Apples, die Festplatten-Temperatur nicht wie bisher über einen S.M.A.R.T-Monitor direkt auf der Platine zu messen und diese Information an die Lüftersteuerung weiterzureichen. Der Hersteller zapft dafür nun den Programmiersteckplatz der Festplatte an und gelangt über das RS 232-Interface an genauere Werte.

Der Stecker, den man auf die Hauptplatine des iMacs pflanzt, ist immer der gleiche, ein graues und ein schwarzes Kabel stellen die Verbindung zur Festplatte her. Am anderen Ende dieser Kabel allerdings beginnen die Unterschiede: Zunächst unterscheiden sich die Bauformen der Stecker, darüberhinaus aber auch die Pinbelegung an den Programmiersteckplätzen. Macbidouille hat die Unterschiede fotografisch dokumentiert. Bilsang gibt es solche Kabel nicht separat zu kaufen.

Bild: Macbidouille


Externe Links:
 

Tja, da ist Feinarbeit angesagt. Diese Art Stecker kann man im Elektronik-Bauteilhandel kaufen, die Plastikteile schneidet man dann mit einem feinen Messer auf die benötigte Anzahl Pins zu und die Kontakt-Teile kann man mit einer speziellen Crimp-Zange auf entsprechende, am Ende abisolierte Kabel quetschen. Mit etwas Geschicklichkeit geht das auch mit einer normalen feinen Zange.

 

Na, den Hersteller der Platte sollte man doch über die Systeminfo ('Über meinen Mac->SATA') herausbekommen.
Bei mir (20Zoll iMac, alt) steht da:
Hitachi HDT725025VLA380

Klar, aber die Aussage "Was für eine in seinem Geräte verbaut ist, kann der Anwender vor dem Kauf in der Regel nicht feststellen" stimmt ja dennoch. Oder wie soll man *vor dem Kauf* an die Systeminfo-Anzeige gelangen? Das klappt ja höchstens, wenn man ein Ausstellungsgerät kauft, was aber nicht der Regelfall sein dürfte.

Richtig.

 

klar, richtig....aber wozu muss ich VOR dem Kauf wissen, welche Festplatte verbaut ist? Hat hier jemand Erfahrung, ob und in welchem Umfang eine Kaufentscheidung für den iMac vom Wissen um die Festplatte abhängt; d.h. wieviel % der Kunden nach der Festplatte fragen und aufgrund der Antwort den Kauf unterlassen? Scheint ja ein wichtiges Thema zu sein, mach ich beim Kauf was falsch, wenn ich nicht nach der Platte frage?

Gruß
mackal

 

mir erschließt sich jetzt noch nicht ganz das "Problem". Ich kaufe mir einen iMac, sollte die HD mal kaputt gehen oder ich eine größere einbauen und das obendrein noch selbst erledigen will - was beim iMac wahrscheinlich eh die wenigsten Normalo-User tun werden - schau ich in den Systemprofiler und bestelle mir dann vom gleichen Hersteller das Teil.
Nichts desto Trotz gehe ich davon aus, dass einem die Bastelarbeit in Zukunft durch entsprechend fertig konfiguriertes Zubehör abgenommen wird, welches es dann zu kaufen gibt.

Genau das habe ich mir auch gedacht. Und die Idee, die dahinter steckt ist ja (finde ich) eine richtige.

Allerdings ist es natürlich gut, so etwas - dank eines Artikels wie diesem hier - zu wissen. Denn sonst kauft man vielleicht nichtsahnend irgendeine Festplatte zum Austausch und wundert sich dann ...

Ich denke, dass es bald entsprechende Kabel geben wird, über eBay z.B. Dann wird sich das Problem von selbst lösen.

 

Immerhin liegen die beiden Pins offensichtlich immer nebeneinander. Mit einem 2-poligen Stecker ist man also (bis jetzt) auf der sicheren Seite, da dieser auf alle Varianten passt. Bei der Polung muss man halt ein bisschen aufpassen.

"ein bisschen aufpassen" ist gut :-)

 

Finger Weg!

Der iMac ist nicht nur ein All in One-Gerät, er ist auch eine Lösung, die man so lange nutzen sollte, wie sie passt. Passt sie nicht, sollte man sich einen neunen kaufen. Wer baut den heute bei Seinem Fernseher Komponenten aus oder wer ersetzt im Toaster seinen Heizstab oder wer baut sich in sein Auto einen neuen Motor ein?

Richtig: PC Guys machen so etwas. Da wird die Kiste alle 6 Monate aufgeschraubt. Hey, das ist ein iMAC. Punkt!

Der gute alte Autovergleich!

Aber da kann ich mithalten =) Wenn meine Reifen abgefahren sind kaufe ich auch neue. Dafür gehe ich im Zweifelsfall zum Fachhändler!

Passt sie nicht, sollte man sich einen neunen kaufen.

Selten so einen Müll gehört!

Wenn du in der glücklichen Lage bist und dir Kohle ohne Ende zur Verfügung steht dann ist das toll für dich, aber es soll Leute geben, die können sich keinen neuen iMac kaufen wenn die HD über den Jordan gegangen ist oder sie eine größere haben wollen. Sogar der neue iMac ist relative leicht zu öffnen, so dass ein Kompnentenaustausch jederzeit möglich ist. Ob man das selbst erledigen will, oder das Gerät in die Hände von Profis gibt bleibt jedem selbst überlassen.

Autovergleich - die andere Seite ...

Ähm, werden in einer bestimmten Auto-Modell-Reihe etwa auch Motoren verschiedener Hersteller eingebaut ..?!

Andererseits ... Ich verwende mein PB G4 bereits im 7ten (!) Jahr und finde schon, daß die All-in-One-Philosophie super ist.
Wie lange hält denn so 'ne WIN-Schmette, hä ..?! ;-)
Allerdings habe ich dann vor 2 Jahren doch geschraubt und die 60 GB-HD gegen eine 250er ausgetauscht, weil's einfach nicht mehr gereicht hat.

Und ja, mittlerweile denke ich über eine Neuanschaffung nach, weil der RAM auf 1 GB limitiert ist (leider) und die Prozessorgeschwindigkeit (800 MHz) ...
Rien ne va plus! Allerdings konnte ich den Neukauf hinauszögern.

Ergo: "Schrauben" nur, wenn notwendig - aber dann sollte man nicht künstlich behindert werden ...

Man stelle sich vor: jedes zweite Auto einer Modellreihe würde andere Steckverbinder verwenden! :-)

Wie wäre es mit einer Rabatt-Staffellung für ein Mac-Abo, wenn man alle 2 Jahre ein neues Teil ordert ...?! :-D

Mist!

Laut harrywessling habe ich mich als PC Guy (was für ein Wort!) geoutet, als ich mir neulich für mein MacBook eine neue interne 500GB-Festplatte zugelegt habe. Hätte ich wohl doch lieber ein neues MacBook kaufen sollen. Oder galt die obige Aussage nur für iMacs?

@Eikosaderaner

du hast wohl noch NIE selbst an einem/ deinem Auto was repariert.
nehmen wir als einfaches Beispiel einen Ölfilter. Du glaubst gar nicht wie viele verschiedene Arten es innerhalb einer Modellreihe geben kann. Aufgrund Optimierung oder günstigerem Zulieferer.
Das gibt es nicht nur bei Apple.

@Sommer

Nö, noch nie! Man(n) muß ja nicht überall rumschrauben, nicht wahr ..?!
Wenn die Garantie vorbei ist, kaufe ich mir natürlich ein neues Auto. ;-D

Wie dem auch sei: Erfordern die Ölfilter unterschiedliche Fassungen oder haben diese zumindest die gleiche Einbaunorm?
Wäre ja blöd, wenn man das Auto erst auseinanderschrauben muß um zu sehen, was für 'ne "Ölfilter-Fassung" drin ist ...

Na ja, der HD-Wechsel bei meinem PB G4 klappte damals jedenfalls super.
Hoffen wir, daß es in Zukunft so einfach bleibt.

 

Ich habe nie darauf geachtet, eine Festplatte vom gleichen Hersteller zu kaufen. Bisher war es erforderlich, SATA oder IDE-Anschluss zu berücksichtigen und die Bauhöhe (Mini+MB). Alles andere waren individuelle Vorstellungen, die Ausschlag gebend waren: Erfahrungen anderer, Größe, Geschwindigkeit und ggf. Lautstärke usw.. Schon blöd, wenn ich nun auch noch auf den Stecker achten muss - und das aber nur bei einigen wenigen Rechnern. Wie kommen die Hersteller auf so blöde Ideen, unterschiedliche Stecker zu verwenden. Sind die nicht genormt?

Also bei Kauf m.E. völlig Wurscht, was verbaut wird, bei einer Erweiterung oder Reparatur problematisch. Ich find`s ok, dass es angesprochen wird.

 

Sicherlich wird es bald Adapter oder Austauschkabel für die Festplatten geben, genau so wie es hoffentlich bald vernünftige Gleitpads für die Magic Mouse geben wird. Beides ist eine neue Marktlücke! ;-)

... und ein Werkzeug um Abfasen der Kante - dann wird's ein richtiger Handschmeichler ...

 

Kann mir mal jemand beantworten, was das für Stecker sein sollen? Ich hab gelernt, dass alle SATA-Platten zwei Kabel benötigen, ein schmales für die Daten und den Stromstecker. Was für ein Anschluss wird denn über dieses graue und schwarze Kabel geleitet?

Lies doch mal den Artikel bis zum Ende durch.

Die sind für die Abfrage der Festplattentemperatur. Da ja die Standards auch Apple nicht passen.

Danke - ich kann schon lesen. Aber ehrlich gesagt war ich nicht auf den Gedanken gekommen, dass Apple *zusätzlich* zu den Standard-SATA-Kabeln noch ein drittes verbaut und dabei auf die Servicestecker der Festplatten zugreift. So ein Unsinn! Das ist weder genormt noch zwangsweise zukünftig garantiert.

BTW: Ich wusste nicht einmal, dass man die Temperaturen auslesen kann...

 

ausgleichende gerechtigkeit: der jeweilige imac weiss ja vor dem (ver-)kauf auch nie, bei welchem bastler er mal landet ;-) ...

 

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